Geschichte des MedienHafens Düsseldorf.
Von der Kohle zum Kreativquartier: Wo einst Dampfschiffe, Getreidespeicher
und Eisenbahnbrücken zu sehen waren, befindet sich heute eines
der bekanntesten Stadtquartiere Deutschlands.

100 Jahre Transformation.
Der MedienHafen Düsseldorf war über Jahrzehnte das pulsierende Herz des Rhein-Güterverkehrs. Dann verlor der klassische Binnenhafen an wirtschaftlicher Bedeutung und wurde zur Bühne für etwas Neues.
Denkmalgeschützte Industriebauten treffen auf avantgardistische Gegenwartsarchitektur. Jede Ecke des Quartiers erzählt eine andere Geschichte: von der Industrie, vom Strukturwandel und vom Mut, einen Stadtraum völlig neu zu denken.
Die Geschichte im Überblick.
um 1900
Dampfschiffe, Lagerhäuser, reger Güterumschlag am Rhein. Düsseldorf gehört zu den bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands. Der Hafen an der Kunstakademie ist Dreh- und Angelpunkt des regionalen Handels.


um 1920
Der Berger Hafen auf dem Höhepunkt seiner industriellen Nutzung: Kräne, Schienen, Getreidespeicher und Lagerhallen prägen das Bild. Das Quartier ist einer der wichtigsten Umschlagplätze am Rhein.
um 1960
Luftaufnahme des Hafens in seiner letzten Hochphase: Die Weizenmühlenstraße, weitläufige Gleisanlagen und Industrieflächen bestimmen das Bild. Erste Anzeichen des wirtschaftlichen Wandels werden sichtbar.


um 1970
Die Hammer Eisenbahnbrücke als Infrastrukturachse des Hafens. Der Containerverkehr auf dem Rhein nimmt zu und klassische Binnenhäfen verlieren an wirtschaftlicher Bedeutung. Der Hafen steht vor dem Strukturwandel.
1974
Die Stadt Düsseldorf entwickelt einen Masterplan zur schrittweisen Umwandlung des Wirtschaftshafens in einen modernen Büro- und Dienstleistungsstandort.
Der Grundstein für den MedienHafen ist gelegt.
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1982
240,5 m hoch, mit rotierendem Restaurant und weltweit einzigartiger Dezimaluhr. Das neue Wahrzeichen Düsseldorfs setzt ein Signal: Das Quartier baut in die Zukunft.
ab 1990
Rege Bautätigkeit: Antenne Düsseldorf, die Film- und Medienstiftung NRW, internationale Werbeagenturen und Anwaltskanzleien siedeln sich an. Das Quartier erfindet sich neu und gibt sich einen neuen Namen.
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1998/99
Fertigstellung des „Neuen Zollhofs" von Frank O. Gehry: drei kontrastreich gestaltete Türme, bewusst ohne klassische Symmetrie. Die ikonischen Bauten werden zum internationalen Aushängeschild des MedienHafens und machen das Quartier weltbekannt.
2002
29 bunte Kletterfiguren der Künstlerin rosalie beziehen die Fassaden des Roggendorf-Speichers. Die bis zu 4,2 m hohen Skulpturen werden zu einem Wahrzeichen des Quartiers und Teil seiner kulturellen Identität.

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2012
Führende Unternehmen aus dem Quartier schließen sich zusammen: Der MedienHafen Düsseldorf e.V. wird gegründet, um Vernetzung, Interessenvertretung und Standortentwicklung gemeinsam voranzutreiben.
2018
Nach 16 Jahren werden die Flossis wegen Absturzgefahr abmontiert. Witterungsschäden und ungeeignete Materialien für den Daueraussenbereich machen den Abbau notwendig. Sie bleiben Teil der kollektiven Erinnerung an den MedienHafen.
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Heute
Der Düsseldorfer Medienhafen ist heute ein dynamisches Szeneviertel, das historische Hafenatmosphäre mit spektakulärer Architektur (z.B. Gehry-Bauten) verbindet. Er beheimatet über 800 Firmen aus Medien, Kreativwirtschaft und Mode sowie exzellente Restaurants, Bars und Hotels. Die Gegend ist ein pulsierender Ort für Business, Lifestyle und Tourismus am Rhein.
Gestalte aktiv die Geschichte des MedienHafens mit
Der MedienHafen Düsseldorf e. V. ist ein Verband aktiver lokaler Unternehmen, die zu positiven Veränderungen am Standort MedienHafen beitragen.

